P. Ansgar Wiedenhaus SJ leitet die Cityseelsorge an der Offenen Kirche St. Klara.
Was wäre, wenn das christliche Heldentum gar nicht so wichtig wäre? Wenn Gott sich vielmehr freute darüber, dass wir unsere Versuche, auf Biegen und Brechen gut zu sein, aufgeben zu Gunsten eines Lächelns über uns selbst? Eines Lächelns, das wir dann auch auf dem Gesicht des anderen wiederfinden dürfen?
Was wäre, wenn wir nicht das Kreuz schleppen, sondern den anderen tragen sollen? Was wäre, wenn wir entdecken dürften, dass Großzügigkeit uns selbst gegenüber münden kann in Geduld mit dem andern? Was wäre, wenn wir glauben könnten, dass Gott uns liebt, wie wir sind – und den neben uns auch? Und wir gar nicht so verschieden sind auf unserem Weg zur Menschwerdung?